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Sebastian Nawrot
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44149 Dortmund

ADHS & Fokus

Hochsensibel im Arbeitsleben: Wenn alles zu viel ist (und wie ich damit umgehe)

Als hochsensibler Entwickler im lauten Büro überleben? Meine Strategien gegen Reizüberflutung, Erschöpfung und emotionale Überwältigung im Job.

Sebastian Nawrot
14 Min. Lesezeit
#Hochsensibilität#HSP#Produktivität#Selbstfürsorge#Neurodiversität

"Du bist zu empfindlich." - Wie oft habe ich das gehört? Zu empfindlich für Großraumbüros. Zu empfindlich für Slack-Notifications. Zu empfindlich für Kritik in Code Reviews.

Aber hier ist die Wahrheit: Ich bin nicht zu empfindlich. Ich bin hochsensibel (HSP - Highly Sensitive Person). Und das ist keine Schwäche - es ist eine andere Art der Informationsverarbeitung.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie ich als hochsensibler Entwickler im Arbeitsleben überlebe - und sogar gut performen kann.

Was ist Hochsensibilität? (HSP 101)

Hochsensibilität (HSP) bedeutet, dass mein Nervensystem Reize intensiver verarbeitet. Nicht "empfindlicher sein" im emotionalen Sinne, sondern mehr Details wahrnehmen.

Die 4 Säulen von HSP (nach Dr. Elaine Aron):

  1. Depth of Processing (Tiefe der Verarbeitung)

    • Ich denke über alles nach. Tief. Lange.
    • Code Reviews? Ich sehe jeden Edge Case.
  2. Overstimulation (Überstimulation)

    • Großraumbüro = Reizüberflutung nach 2 Stunden
    • Slack-Notifications = Cortisol-Spike
  3. Emotional Reactivity & Empathy (Emotionale Reaktivität)

    • Kritik trifft mich härter
    • Erfolge anderer freuen mich echt
    • Team-Konflikte? Spüre ich körperlich
  4. Sensitivity to Subtleties (Sensibilität für Subtilitäten)

    • Ich merke, wenn jemand im Meeting verstimmt ist
    • UI-Details, die andere nicht sehen? Ich sehe sie alle

Wichtig: 15-20% der Bevölkerung sind hochsensibel. Das ist keine Störung, das ist ein Persönlichkeitsmerkmal.

Das Problem: Die Arbeitswelt ist für HSP-Menschen nicht gemacht

Typischer Entwickler-Arbeitsplatz:

❌ Großraumbüro (50 Menschen, konstanter Lärm)
❌ Ständige Unterbrechungen ("Hast du mal kurz...?")
❌ Neonlicht + Klimaanlage (sensorischer Albtraum)
❌ 5+ Meetings pro Tag (soziale Erschöpfung)
❌ Slack/Teams dauerhaft an (notification hell)
❌ Aggressiver Code Review Ton ("This is shit, refactor it")

Ergebnis: Reizüberflutung → Erschöpfung → Shutdown → "Bin ich einfach nicht belastbar?"

Spoiler: Doch, bin ich. Aber ich brauche andere Bedingungen.

Meine größten Herausforderungen als HSP-Entwickler

1. Reizüberflutung im Büro

Das Problem:

Nach 2 Stunden im Großraumbüro bin ich mental erschöpft. Nicht vom Coden - vom Filtern.

Mein Gehirn nimmt alles wahr:

  • Gespräche am Nebentisch (kann nicht ausblenden)
  • Tastaturgeräusche (jedes Klicken)
  • Summen der Klimaanlage (konstanter Hintergrund-Stressor)
  • Visuelle Bewegungen (jemand läuft vorbei → Ablenkung)
// Mein Gehirn im Großraumbüro (vereinfacht)
const sensoryInput = [
  'Kollege telefoniert',
  'Kaffeemaschine läuft',
  'Tür geht auf',
  'Slack notification',
  'Jemand lacht',
  'Code kompiliert',
  'Klimaanlage summt'
];

sensoryInput.forEach(stimulus => {
  // Neurotypisch: Filtern, ignorieren
  // HSP: ALLES wird verarbeitet
  console.log(`⚠️ Processing: ${stimulus}`);
  energyLevel -= 5; // Jeder Reiz kostet Energie
});

if (energyLevel < 20) {
  console.log('🔴 OVERLOAD - Need to shut down');
}

Meine Lösung:

a) Remote Work (wo möglich)

Homeoffice ist für HSP wie Sauerstoff für Fische. Endlich kann ich:

  • Reize kontrollieren
  • Pausen machen, ohne beobachtet zu werden
  • Umgebung optimieren

b) Ruhezonen nutzen

Wenn Büro Pflicht:

  • Ruhige Ecken finden (Bibliothek, leerer Meetingraum)
  • Früh kommen (7:00 Uhr = leer, produktiv)
  • "Deep Work Time" blocken (Kalender: "❌ NICHT STÖREN")

2. Kritik in Code Reviews (emotional overload)

Das Problem:

Code Review Kommentar: "This function is bloated, refactor it."

Was andere hören: "Code ist nicht optimal"

Was ich höre: "Du bist ein schlechter Entwickler, du hast versagt, alle denken du bist unfähig"

// Kritik-Verarbeitung bei HSP
function processCodeReview(comment) {
  const emotionalWeight = comment.tone === 'harsh' ? 100 : 50;

  if (emotionalWeight > 50) {
    // Rationaler Teil: "Das ist konstruktive Kritik"
    // Emotionaler Teil: "💔"
    return {
      understood: true,
      hurt: true,
      needsRecoveryTime: true
    };
  }
}

Meine Lösungen:

a) 24-Stunden-Regel

Kritik erst mal sacken lassen. Nicht sofort reagieren.

## Mein Kritik-Protokoll:

1. **Tag 0:** Kritik erhalten
   - Emotion: 😢 (das ist ok!)
   - Action: Nichts. Erstmal verarbeiten.

2. **Tag 1:** Nochmal lesen
   - Emotion: 😐 (neutraler)
   - Action: Ist die Kritik berechtigt? Meistens: Ja.

3. **Tag 2:** Umsetzen
   - Emotion: 💪 (konstruktiv)
   - Action: Refactoring, ohne emotionalen Ballast

b) Empathische aber dennoch offene, ehrliche Kommunikation schaffen.

Ich habe im Team vorgeschlagen:

## Code Review Guidelines (HSP-freundlich)

❌ "Das ist aber nicht optimal gelaufen..."
✅ "Nein, wenn was Scheisse ist, ist es Scheisse,
Kritik darf und muss immer offen, ehrlich, aber respektvoll geäussert werden."

❌ "Hätten wir mal lieber..."
✅ "Bullshit, Es ist noch nie ein Mensch zum Held geworden,
der "es allen vorher schon gesagt hat"...."

❌ "Das ist schlecht, bla, bla ... heul."
✅ "Ich beobachte so viele Menschen die Probleme aufzeigen ohne einen Deut
zur Lösung beizutragen, in meiner Welt"

Resultat: Nicht nur ich profitiere. Alle finden es angenehmer.

c) Selbstgespräche (ja, wirklich)

// Mein innerer Dialog nach Kritik
const selfTalk = () => {
  console.log('Die Kritik ist am Code, nicht an mir als Person');
  console.log('Ich bin ein guter Entwickler, auch mit imperfektem Code');
  console.log('Jeder schreibt mal suboptimalen Code. Das ist normal.');
};

3. Meeting-Erschöpfung (soziale Overload)

Das Problem:

5 Meetings á 1 Stunde = Nicht 5 Stunden Arbeit, sondern mentale Totalerschöpfung.

Warum? HSP nehmen in Meetings alles wahr:

  • Körpersprache von 10 Personen
  • Tonfall, Subtexte, unausgesprochene Spannungen
  • Eigene Performance-Anxiety ("Sage ich was Dummes?")
  • Visuelle Reize (Bildschirme, Gesichter, Bewegungen)
const meetingCost = {
  neurotypisch: {
    1hMeeting: 1, // 1 Stunde = 1 Stunde Energie
  },

  hsp: {
    1hMeeting: 3, // 1 Stunde Meeting = 3 Stunden Energie
    recovery: 1, // + 1 Stunde Erholung danach
  }
};

// 5 Meetings = 5 * 4 = 20 Stunden Energie
// Kein Wunder, dass ich danach tot bin

Meine Lösungen:

a) Meeting-Diät

## Meine Meeting-Regeln:

1. **Async first:** Kann das eine E-Mail sein?
2. **Max 2 Meetings/Tag:** Rest async (Slack, Notion)
3. **30 Min Buffer:** Zwischen Meetings Pause
4. **Kamera aus (wenn möglich):** Visuelle Reize reduzieren
5. **Nein sagen üben:** "Ich brauche Focus Time, kann ich das Summary lesen?"

b) Vorab Agenda lesen

Wenn ich weiß, was kommt, ist es weniger overwhelmend.

4. Emotionale Ansteckung (Empathie-Overload)

Das Problem:

Kollege ist gestresst → Ich bin gestresst. Team hat Konflikt → Ich spüre das körperlich (Bauchschmerzen, Anspannung).

// Emotionale Ansteckung bei HSP
const teamMood = ['stressed', 'anxious', 'frustrated'];

teamMood.forEach(emotion => {
  // Nicht "Mitgefühl", sondern tatsächlich FÜHLEN
  myEmotionalState.add(emotion);
});

console.log(myEmotionalState);
// → ['stressed', 'anxious', 'frustrated', 'confused why I feel this way']

Meine Lösungen:

a) Emotionale Grenzen lernen

## Meine Mantra:

"Nicht meine Emotion, nicht mein Problem"

- Kollege gestresst? Ich kann helfen, aber ich muss es nicht übernehmen
- Team-Konflikt? Ich kann vermitteln, aber ich muss nicht leiden

b) Physische Distanz schaffen

Wenn das Team in Hektik ist: Ich gehe. Räumlich trennen = emotional entladen.

if (teamStressLevel > 8) {
  console.log('Gehe spazieren / Remote arbeiten');
  // Nicht "weglaufen", sondern Selbstschutz
}

c) Meditation & Body Scan

Täglich 10 Minuten:

## Meine Meditation-Routine:

1. Hinsetzen, Augen zu
2. Body Scan: "Wo spüre ich Spannung?"
3. Atmen: 4-7-8 Methode (4 ein, 7 halten, 8 aus)
4. Frage: "Was ist MEINE Emotion? Was habe ich übernommen?"

5. Perfektionismus (weil ich alle Details sehe)

Das Problem:

Ich sehe jeden kleinen Fehler. Jede suboptimale Lösung. Jedes UI-Detail, das nicht perfekt ist.

// Code Review von mir selbst (before ship)
const myCode = reviewMyOwnCode();

const issues = [
  'Variablenname nicht optimal',
  'Dieser Kommentar ist unklar',
  'Edge Case: Was wenn user === null?',
  'Performance: könnte 2ms schneller sein',
  'Naming: userInfo vs userData?',
  '... 47 weitere Issues'
];

// Resultat: Ich shippe nie, weil nie "perfekt genug"

Meine Lösungen:

a) "Good Enough" lernen (härter als es klingt)

// Meine neue Regel
const isGoodEnough = (code) => {
  const criteria = {
    works: true,
    tested: true,
    readable: true,
    maintainable: true,
  };

  // NICHT:
  // perfect: true ❌

  return Object.values(criteria).every(v => v);
};

if (isGoodEnough(code)) {
  git.push(); // SHIP IT!
  // Auch wenn ich 10 Verbesserungen sehe
}

b) Timeboxing für Perfektionismus

## Perfektionismus-Budget:

Feature entwickeln: 4 Stunden
Perfektionieren: MAX 1 Stunde (Timer stellen!)
Danach: Shippen, egal ob "perfekt"

c) Perspective: 80/20 Rule

80% der Qualität kommt von 20% der Arbeit. Die letzten 20% Perfektion kosten 80% der Zeit.

Ist es das wert? Meistens: Nein.

Meine HSP-Arbeitsumgebung (optimiert für Reizreduktion)

Homeoffice Setup:

## Sensorische Optimierung:

🔇 **Akustik:**
- Ruhiger Raum (kein Straßenlärm)
- Noise-Cancelling Kopfhörer

💡 **Licht:**
- Kein Neonlicht (nie!)
- Tageslicht + warme Lampen


🪴 **Visuell:**
- Minimalistisch (wenig visuelle Reize)
- Pflanzen (beruhigend)
- Aufgeräumt (Chaos = mentaler Stress)

🚪 **Sozial:**
- Tür zu (keine Unterbrechungen)
- "Deep Work"-Schild
- Handy in anderem Raum

Tools für Reizreduktion:

const myHSPToolkit = {
  // Notification-Management
  slack: {
    status: 'Do Not Disturb',
    notifications: 'only @mentions',
    hours: '10:00-16:00 only'
  },

  // Browser-Schutz
  extensions: [
    'uBlock Origin', // Werbung = visuelle Reize
    'Distraction Free YouTube', // Keine Empfehlungen
    'News Feed Eradicator' // Kein Social Media Feed
  ],

  // Focus-Tools
  focus: 'Forest App', // Phone blocking
  music: 'Brain.fm', // Fokus-Musik (wissenschaftlich)
  timer: 'Flow Timer' // Variable Pomodoro
};

Strategien für HSP-Erfolg im Job

1. Energy Management > Time Management

Nicht: "Ich arbeite 8 Stunden" Sondern: "Ich habe X Energie, wie nutze ich sie optimal?"

const myEnergyLevels = {
  morning: {
    energy: 100,
    tasks: ['Complex coding', 'Architecture decisions', 'Deep Work']
  },

  afternoon: {
    energy: 60,
    tasks: ['Meetings', 'Code reviews', 'Communication']
  },

  evening: {
    energy: 20,
    tasks: ['Admin', 'E-Mails', 'Planning tomorrow']
  }
};

// Nicht gegen meine Energie arbeiten!
// 15:00 Uhr komplexer Algorithmus? Nein!

2. Selbstfürsorge ist nicht optional

const nonNegotiable = {
  sleep: '8-9 Stunden (HSP brauchen mehr!)',
  exercise: 'Täglich 30 Min (Stress abbauen)',
  alone_time: 'Täglich 2 Stunden (Reiz-Erholung)',
  nature: 'Wochenende raus (Natur = Reset)',
  no_caffeine: 'Nach 14:00 (Nervensystem schonen)'
};

// Wenn ich das vernachlässige → Burnout in 3 Monaten

4. Grenzen setzen (das Schwerste überhaupt)

HSP sind People-Pleasers. Nein sagen fühlt sich falsch an. Aber:

## Meine Nein-Skripte:

**Zu viele Meetings:**
"Ich brauche Focus-Time für das Projekt. Kann ich die Summary lesen?"

**Laute Umgebung:**
"Ich kann hier nicht arbeiten. Ich gehe ins Ruhebüro / nach Hause."

**Überstunden:**
"Ich habe heute schon mein Maximum erreicht. Morgen mit frischem Kopf?"

**Soziale Events (Teambuilding etc.):**
"Danke für die Einladung, aber ich brauche Erholung. Nächstes Mal!"

Wichtig: Nein zu anderen = Ja zu mir selbst.

5. Die richtigen Projekte wählen

Nicht alle Projekte sind für HSP geeignet.

const projectFit = {
  goodFit: {
    // Nutzt meine HSP-Stärken
    deepWork: true,
    detailOriented: true,
    qualityFocus: true,
    meaningful: true,
    autonomy: true
  },

  badFit: {
    // Spielt gegen meine HSP
    constantInterruptions: true,
    highPressure: true,
    shallowWork: true,
    meaningless: true,
    micromanagement: true
  }
};

// Ich wähle Projekte, die zu mir passen
// Nicht "Ich muss mich anpassen"

Die Superkräfte von HSP (Ja, die gibt es!)

1. Ich sehe Details, die andere übersehen

// Code Review von mir:
const myReview = reviewCode(pr);

// Was ich sehe (und andere nicht):
- Edge Case: userId kann undefined sein
- UX-Problem: Button zu nah am Rand (5px Abstand fehlen)
- Performance: Unnötiges Re-Rendering bei jedem Keystroke
- Accessibility: Aria-Label fehlt
- Naming: "data" ist zu generisch
- Future Bug: Race Condition bei parallel requests

// Das ist nicht Pedanterie. Das ist HSP.

Resultat: Mein Code hat weniger Bugs. Meine Reviews sind wertvoll.

2. Tiefe Verarbeitung = Bessere Architektur

HSP denken tief. Sehr tief.

## Mein Architektur-Prozess:

1. Problem verstehen (alle Nuancen)
2. Alle Lösungen durchdenken (wirklich ALLE)
3. Konsequenzen abwägen (auch 5 Jahre voraus)
4. Entscheidung treffen (fundiert)

**Vorteil:** Meine Lösungen sind durchdacht.
**Nachteil:** Ich brauche länger.

3. Empathie = Bessere User Experience

Ich spüre, was User fühlen.

// UI-Entscheidung:
const button = {
  text: 'Delete Account',
  color: 'red',
  confirmDialog: true,
  emotionalImpact: 'HIGH' // HSP-Radar
};

// Ich füge hinzu:
const improvedButton = {
  ...button,
  warningText: 'This action cannot be undone',
  countdown: 5, // Zeit zum Nachdenken
  alternativeOption: 'Deactivate instead?'
};

// Warum? Weil ICH wüsste, wie beängstigend das ist

4. Qualitätsfokus

HSP können keine schlechte Arbeit abliefern (selbst wenn sie wollen).

if (code.quality < myStandards) {
  // Ich KANN es nicht shippen
  // Physisch unmöglich
  // Das ist nicht Perfektionismus, das ist HSP
}

Vorteil: Meine Arbeit ist hochwertig. Nachteil: Ich muss lernen, "good enough" zu akzeptieren.

Praktischer Action Plan (für HSP im Arbeitsleben)

Woche 1: Assessment

[ ] Reiz-Tagebuch führen (Was overwhelmt mich?)
[ ] Energie-Tracking (Wann bin ich produktiv?)
[ ] Trigger identifizieren (Lärm? Licht? Soziales?)
[ ] Aktuelle Boundaries überprüfen (Setze ich Grenzen?)

Woche 2: Optimierung

[ ] Noise-Cancelling Kopfhörer kaufen (INVEST!)
[ ] Arbeitsplatz sensorisch optimieren
[ ] Meeting-Diät starten (Max 2/Tag)
[ ] Recovery-Zeit im Kalender blocken

Woche 3: Kommunikation

[ ] Mit Chef über HSP sprechen (falls möglich)
[ ] Team über Bedürfnisse informieren (Homeoffice, Ruhe)
[ ] Nein-Skripte vorbereiten und üben
[ ] Support-System aufbauen (andere HSP finden)

Langfristig:

[ ] Job evaluieren (Passt er zu mir als HSP?)
[ ] Remote Work verhandeln (wenn nicht schon)
[ ] Projekte wählen (Deep Work > Meetings)
[ ] Selbstfürsorge zur Routine machen

Wenn alles zu viel ist: Mein Notfall-Protokoll

// Wenn ich merke: Ich bin am Limit
const emergencyProtocol = () => {
  // 1. SOFORT stoppen
  console.log('⚠️ OVERLOAD DETECTED - EMERGENCY PROTOCOL');

  // 2. Sensorische Pause
  - Kopfhörer raus
  - Bildschirm aus
  - Augen zu
  - 5 Min atmen

  // 3. Physische Trennung
  if (atOffice) {
    goOutside(); // Raus, frische Luft
  }

  // 4. Kommunizieren
  slack.status('Need a break - back in 30 min');

  // 5. Keine Schuldgefühle
  console.log('Das ist Selbstschutz, nicht Schwäche');
};

Wichtig: Lieber 30 Min Pause jetzt, als 3 Monate Burnout später.

Abschluss: HSP ist eine Gabe (wenn man lernt, damit umzugehen)

Lange Zeit habe ich HSP als Fluch gesehen. Als Schwäche. Als "nicht belastbar genug".

Heute weiß ich: HSP ist meine Superkraft.

Ich sehe Details. Ich denke tief. Ich schaffe Qualität. Ich verstehe User. Ich bin empathisch.

Die Arbeitswelt ist nicht für mich gemacht - aber ich kann mir meine eigene Welt schaffen.

Mit den richtigen Strategien, Grenzen und Selbstfürsorge bin ich nicht nur überlebensfähig - ich bin herausragend.

Und du kannst das auch.


Ressourcen für HSP


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Disclaimer: Dieser Artikel beschreibt meine persönlichen Erfahrungen. Jede HSP ist anders. Bei starkem Leidensdruck: Therapeutische Unterstützung suchen.

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